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Erste Male

Das erste Mal ... dass ich Trockenshampoo ausprobiert habe

Annabelle,

37 Jahre alt

Voluminöses Haar wie ein Topmodel ... ganz ohne Haarewaschen!

Für mich war klar: Ohne Wasser kann man die Haare nicht waschen. Mit Trockenshampoos hatte ich keinerlei Erfahrung Waschen mit einem Spray? Mir leuchtete das Prinzip nicht ein. Sobald mein Haaransatz fettig wirkte, wusch ich mein Haar sofort. Mit anderen Worten – ich wusch es ständig Doch das war sehr strapaziös für das Haar und ich hatte das Gefühl, dass sich etwas ändern muss.

Und dann bin ich letztes Jahr mit meiner Freundin Anna auf eine Reise gegangen. Eine fünfzehntägige Rucksacktour im Norden Indiens, in den Hochebenen von Ladakh – es war grossartig. Und ziemlich haarsträubend. Angesichts der Hitze und der hohen Luftfeuchtigkeit sowie aufgrund der Tatsache, dass das Wasser bei unseren Zwischenstopps knapp war, stellte ich meine Gewohnheiten um. Ich versteckte mein fettiges Haar in der Not unter meiner Mütze oder unter einem schönen Kaschmir-Pashmina; kurzum, ich passte mich an. Ich habe die Haarwäsche aufgeschoben, ich habe es hinausgezögert, aber ich habe nachts davon geträumt. Anna holte ihr kleines Fläschchen Trockenshampoo heraus, das sie im Duty-Free-Shop am Flughafen gekauft hatte, und neckte mich mit den Worten: «Das ist echt eine tolle Sache, weisst du.» 

Abschluss und Höhepunkt unserer Reise sollte die Hochzeit von Annas Cousine in der Nähe von Delhi sein. Und dann – ich werde mich für den Rest meines Lebens daran erinnern – hatte unser Nachtzug 12 Stunden Verspätung. 12 Stunden! Es war verrückt, aber es herrschte eine tolle Atmosphäre. Wir würden in allerletzter Sekunde, am frühen Morgen, bei der Hochzeit ankommen; natürlich ohne noch einmal ins Hotel gehen zu können. Also machten wir uns in den winzigen Toiletten des überfüllten Waggons fertig. Es war abenteuerlich, mit den Chai-Verkäufern, die wir bei unserem Blicken aus den Fenstern des ruckelnden Zuges sahen. Mein Haar war eine einzige Katastrophe; es hing kraftlos herunter und klebte an meiner Kopfhaut. Im Grunde kamen wir gerade direkt aus der Bergwelt. Anna sagte zu mir: «Komm schon, nimm etwas Trockenshampoo. Ohne geht es nicht.» Sie zeigte mir, wie man es benutzt: «Du sprühst es aus 15-20 cm Entfernung auf das gesamte Haar, von der Wurzel bis in die Spitzen. Dann massierst du es mit den Fingerspitzen in die Kopfhaut ein.» Ich liess sie gewähren: schlimmer konnten meine Haare sowieso nicht mehr aussehen. Nach drei Sprühstössen fühlte ich mich besser. Das Pulver hatte den Talg aufgesaugt. Mein Haar war leichter und voluminöser. Wir waren bereit für die Hochzeitsgesellschaft.

Als wir in Delhi aus dem Zug stiegen, hatte ich das Gefühl, dass alle auf meine neue voluminöse Haarpracht schauten. Aber nein, in Wirklichkeit waren es unsere Outfits, die alle Blicke auf sich zogen: Smaragdgrüne Satin-Saris gepaart mit Turnschuhen und Rucksäcken – das wirkte schon fest lächerlich. 
Wir feierten die ganze Nacht durch und ich hatte das Gefühl, dass mein Haar noch nie so dicht gewesen war. Irgendwie hatte ich einen ganz neuen Look. Und das ganz ohne fliessendes Wasser! 
Seit dieser Reise ist Trockenshampoo ein fester Bestandteil meiner Pflegeroutine. Ich nutze es wenn ich eine kleine Auffrischung für meine Haare zwischen zwei Haarwäschen brauche oder um eine leicht fettige Strähne wieder gut aussehen zu lassen. Manchmal gebe ich es sogar morgens schnell auf der Strassenbahn auf mein Haar, kurz bevor ich den Unterricht mit meinen Schülern beginne. Das erinnert mich irgendwie an mein indisches Abenteuer. Ich habe sogar eine Dose in der Notfallausrüstung im Lehrerzimmer gelassen. Das Trockenshampoo ist Teil meiner Reisegeschichte, und jeder weiss davon.

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